Bei diesem Thema liegt es an uns selbst, das Beste daraus zu machen. Demotivierte Menschen starten oft mit den drei größten Denkfehlern: „Die äußeren Umstände demotivieren mich; Denen zahle ich es heim; Ich muss positiv denken!“ Menschen neigen dazu, andere für ihre unbefriedigende Lage verantwortlich zu machen. Oder haben Sie schon jemanden kennengelernt, der Frust im Job schiebt und sagt: „Vielleicht ist es auch ein klein wenig meine eigene Schuld…?“ Warum schaden sich Menschen mit ihren Vorstellungen selbst? Die Frage ist ganz simpel zu beantworten: Äußere Umstände für die eigene Motivation verantwortlich zu machen, ist uns anerzogen worden. Die Welt ist darauf ausgelegt, dass Menschen nicht agieren, sondern reagieren. Doch wer glaubt, dass sein Unternehmen für die eigene Motivation verantwortlich ist, bremst sich nicht nur aus, sondern fühlt sich auch noch schlecht dabei. Wer auf andere angewiesen ist, fühlt sich – zu Recht – abhängig. Es gibt eine Haltung, mit der man sich eindeutig besser fühlt, nämlich der „Glaube an die persönliche Eigenmacht.“ Derjenige Mitarbeiter fühlt sich besser, der aktiv ist, der verändert, der agiert. Viele Mitarbeiter, die sich von ihrem Unternehmen demotiviert fühlen, möchten deshalb in der Firma Unruhe stiften. Viele denken, ihnen ginge es dann besser. Dies ist ein Irrglaube! Denn das Verhältnis zwischen Angestellten und Unternehmen ist wie eine Beziehung: Verliert eine Seite, verlieren im Endeffekt beide Seiten. Was ich Ihnen versuche mitzugeben ist, dass Sie sich eventuell längst weiterentwickelt haben, neue Herausforderungen suchen und der Weg, ein neuer beruflicher Weg sein muss. Das ist völlig normal und verändert sich bei Menschen psychologisch gesehen alle sieben Jahre, ein langer Prozess, über den man sich genaue Gedanken machen sollte. Das können aber auch nur Sie ändern! Ist Ihre persönliche Situation aber noch nicht komplett festgefahren sowie gedanklich abgeschlossen – Sie hängen an dem Unternehmen und Ihnen macht die Arbeit eigentlich nach wie vor Spaß, „wäre da nicht…“ suchen Sie die Gespräche, um Lösungen zu schaffen und treten in die sogenannte „Eigenmacht“. Sie können etwas bewegen, müssen sich dann aber mit den Gegebenheiten des Unternehmens zufriedenstellen. Ihr Arbeitgeber trägt nicht die Schuld für Ihre innere Unzufriedenheit. Effizientes Arbeiten entsteht immer im Zusammenspiel von beiden Seiten.

Praxistipp:
Die Biorhythmus-Kurve schwankt in Wellenbewegungen über den Tag verteilt. Die natürliche Willenskraft nimmt im Laufe des Tages ab. Der schnellen fallenden Motivation können Sie entgegenwirken, indem Sie Störungsquellen verschieben. Nur so ist es möglich, in den sogenannten Flow zu kommen. Wenn Sie morgens aufwachen, ist der Körper ausgeruht und verfügt über Energiereserven. Deshalb sollte man in diesem Zustand, die schwierigen und eher unangenehmen Aufgaben bewältigen, statt zunächst die Zeitung zu lesen, zwei Stunden E-Mails zu checken und sich mit den vorerst belanglosen Dingen zu beschäftigen. In dem Moment lenken Sie sich mit den Problemen von anderen Menschen ab und das kostet viel Willenskraft, die Sie den Tag über benötigen. Kümmern Sie sich zuerst um die Top-Prioritäten! Wenn Sie die schwere Aufgabe, die man gerne vor sich herschiebt bewältigt haben, können Sie sich um die anderen „Störfaktoren“ kümmern. Mit dieser einfachen Umstellung kann man viel positive Energie freisetzen. Verschwenden Sie Ihre Motivation morgens nicht für belanglose Dinge, sondern nutzen Sie diese und Ihre natürliche Willenskraft, um in Zukunft mit mehr Motivation zu starten.

 

Theresia Bohl